Mit Soft Skills den Herausforderungen der Zukunft (und Gegenwart) begegnen

Kienbaum HR-Trendstudie: Ohne Soft Skills können Führungskräfte den digitalen Wandel nicht bewältigen

Die deutsche Personal- und Unternehmensberatung Kienbaum erfasst in jährlichen HR-Trendstudien aktuelle Lage und Tendenzen im Personalbereich. In der diesjährigen Studie antworteten 187 Personalverantwortliche von Unternehmen mit Sitz im deutschsprachigen Raum auf Fragen nach den Herausforderungen der Gegenwart und nahen Zukunft.

Change Management, Kommunikation, Wertschätzung des Individuums und Feedback als wichtigste Fähigkeiten identifiziert

Unter anderem war Thema, wie weit in Deutschlands führenden Unternehmen die Digitalisierung fortgeschritten ist – und welche guten Vorsätze man dort für die Zukunft hat. In diesem Zusammenhang wurden die Personaler auch gefragt, über welche Kompetenzen Führungskräfte angesichts des digitalen Wandels verstärkt verfügen müssen.

Der digitale Wandel krempelt ganze Branchen um. Da ist es nicht überraschend, dass 70 Prozent der Befragten angesichts dieser enormen Herausforderungen Change Management für eine unverzichtbare Kompetenz halten. Platz zwei: Vernetzung/Kommunikation mit 54 Prozent. Auch nicht ganz unerwartet.

Die Überraschung kommt auf den folgenden Plätzen. Oft werden ja Aspekte des digitalen Wandels als Bedrohung für Privatsphäre und Selbstbestimmtheit wahrgenommen. Vielleicht gerade deshalb finden 40 Prozent der Befragten Wertschätzung des Individuums bei Führungskräften unverzichtbar, dicht gefolgt von den interpersonellen Soft Skills Relationship Management und Feedback-Kompetenz.

Gerade in Zeiten des digitalen Wandels besteht akuter Handlungsbedarf

Eins machte die Kienbaum-Studie auch deutlich: Viele Unternehmen dümpeln noch am Rande der Digitalisierung herum. Keines der zur Auswahl stehenden digitalen Formate wird gegenwärtig von den Studienteilnehmern sehr stark genutzt. Immerhin erklärte lediglich ein Prozent der Befragten, Soziale Netzwerke spielten für ihr Unternehmen keine Rolle. Bei den Mobile Applications ergab sich eine klare, vielleicht auch branchenabhängige  Zweiteilung: 24 Prozent nutzen sie gar nicht, dafür gehören sie für 21 Prozent bereits zum Unternehmens-Repertoire. Bei Data Analytics, Cloud Lösungen oder Künstlicher Intelligenz überwiegen noch die Unternehmen, die diese digitalen Formate gar nicht oder kaum nutzen.

Den digitalen Handlungsbedarf nehmen die meisten Befragten deutlich wahr: Bei allen digitalen Formaten soll sich in Zukunft in den Unternehmen viel bewegen. Zwischen 13 Prozent (KI und Data Analytics) und 36 Prozent (Social Media) wollen sie in Zukunft sogar sehr stark nutzen.

Mit den genannten zwischenmenschlichen Kompetenzen sind die Führungskräfte dann hoffentlich gerüstet, ihre Mitarbeiter einfühlsam durch die anstehenden Zeiten des Wandels zu begleiten.

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